{"id":370,"date":"2020-06-26T09:56:40","date_gmt":"2020-06-26T07:56:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/?page_id=370"},"modified":"2021-07-28T12:23:09","modified_gmt":"2021-07-28T10:23:09","slug":"geschichte-des-buergerhauses-am-schnatterloch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/geschichte-des-buergerhauses-am-schnatterloch\/","title":{"rendered":"Geschichte des B\u00fcrgerhauses"},"content":{"rendered":"\n<p>Dendrochronologische Untersuchungen aus dem Jahre 1984 angefertigt vom B\u00fcro Tisje f\u00fcr Frau Theresia Brunn an mehreren Holzbalken mit eine deutlich sichtbaren Waldkante ergaben als Datum der F\u00e4llung das Jahr 1360. Diese Jahreszahl konnte in der Voruntersuchung durch weitere Proben best\u00e4tigt werden. Da bekannt ist, da\u00df damals H\u00f6lzer f\u00fcr den Hausbau mindestens ein Jahr trocknen mu\u00dften, ist anzunehmen, da\u00df das Fachwerkhaus nicht vor 1361 errichtet worden sein kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Demnach wurde das Haus nur etwa 10 Jahre nach der verheerenden Pest Pandemie, die gemeinhin als der \u201eSchwarze Tod&#8220; bezeichnet wird, erbaut. W\u00e4hrend in Europa etwa 30 % der Menschen starben, fielen in Deutschland damals nur rund 10&nbsp;% der Bev\u00f6lkerung der Pest zum Opfer und im \u00f6stlichen Gebiet des heutigen Deutschland war die Anzahl der Todesopfer noch sehr viel geringer. Die Anschuldigung, die Juden w\u00fcrden durch das Vergiften von Brunnen die Seuche verbreiten, bezeichnete Papst Klemens der VI. am 4. Juli 1348&nbsp;in einer Bulle als \u201eunvorstellbar\u201c, da sie in Gegenden der Erde w\u00fcte, wo keine Juden lebten, und dort, wo sie lebten, sie selbst Opfer der Seuche w\u00fcrden. Die schweren Judenpogrome hatten zur Folge, da\u00df nach 1353 nur noch wenige Menschen j\u00fcdischen Glaubens in Deutschland und den Niederlanden lebten. Im \u201eTrauf-, Kandl- und Winkelrecht&#8220;, einer wichtigen Miltenberger Quelle, wird aber am 9. Nov. 1361 bereits wieder ein Stadtteil nahe der alten Synagoge \u201ein der Judenstadt&#8220; genannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Stadtbefestigung des 13. Jahrhunderts hatte die Form zweier mit der Burgbefestigung verbundener und von der Mildenburg zum Main herabf\u00fchrender Schenkelmauern. Sie bildet heute noch die s\u00fcd\u00f6stliche Au\u00dfenmauer der H\u00e4user Schlo\u00dfgasse 3, 5 und 7 und daher wurde das Haus am Schnatterloch zun\u00e4chst noch au\u00dferhalb der damaligen Stadtmauern errichtet. Wohl erst ab Ende des 14. Jahrhundert wurde im Zuge der Stadterweiterungen mit dem Bau neuer Stadtmauern begonnen, die bis zu den weithin sichtbaren Bauwerken des Mainzer (Baujahr anno 1403) und W\u00fcrzburger (anno 1405) Tores reichen sollten. Vollendet wurde die Stadtbefestigung dann erst mit dem s\u00fcdlichen Teil oberhalb der Stadt (gem\u00e4\u00df ein Inschrift anno 1442) und dem Schnatterlochturm (anno 1453). Wilhelm Otto Keller schreibt jedoch in \u201eEine Zukunft f\u00fcr unsere Vergangenheit&#8220;: \u201eNach dem \u00e4ltesten Miltenberger Stammbuch standen 1379 sowohl das Mainzer und das W\u00fcrzburger Tor als auch das alte Rathaus. Allen ist ein umlaufender Bogenfries gemeinsam, der auf den gleichen Baumeister hinweisen k\u00f6nnte.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>Einen ersten Hinweis in der Geschichtsschreibung auf ein Haus gegen\u00fcber dem alten Schulhaus, auf der anderen Seite der Klinge, geben die folgenden Abs\u00e4tze in der Chronik von Michael Joseph Wirth:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"464\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-2-1024x464.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1104\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-2-1024x464.jpg 1024w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-2-300x136.jpg 300w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-2-768x348.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-2.jpg 1389w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>und weiter auf der folgenden Seite:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"430\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-3-1024x430.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1106\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-3-1024x430.jpg 1024w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-3-300x126.jpg 300w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-3-768x323.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-3.jpg 1395w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Leider wurde das alte Wappenschild mit den Buchstaben a. S. (ad Sacra) an der n\u00f6rdlichen Ecke bisher nicht gefunden. Es k\u00f6nnte aber auch nach der Reformation entfernt worden sein, als es nur noch weltlichen Zwecken diente.<\/p>\n\n\n\n<p>Im alten Schulhaus sollen demnach vor der Reformation einige Altaristen gewohnt haben, die in der St. Jakobus Kirche am Marktplatz Dienst taten. Danach wurden einige der Altaristen-Wohnungen verkauft, wie eine andere Stelle in der Chronik belegt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"515\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-1-1024x515.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1107\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-1-1024x515.jpg 1024w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-1-300x151.jpg 300w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-1-768x386.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/PastedGraphic-1.jpg 1393w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Punkt 4 k\u00f6nnte das Altaristen-Institut sein, das im 16. Jahrhundert aufgel\u00f6st wurde und danach Knabenschule wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Der leider bereits 1993 verstorbene Pfr. Norbert Schmidt aus Neunkirchen weist in dem Buch &#8222;750 Jahre Miltenberg&#8220; in seinem Beitrag \u201cAus der Kirchen- und Pfarrgeschichte von Miltenberg&#8220; darauf hin, da\u00df es in Miltenberg neben den 12 Altaristen auch immer einen Plebanus gegeben haben mu\u00df. In den W\u00fcrzburger Di\u00f6zesan-Geschichtsbl\u00e4ttern Band 33 schreibt er, in \u00dcbereinstimmung mit Joseph Wirth in der Chronik, da\u00df es 1364 Hinweise auf einen Pfarrer Friedrich von Merzenicht gibt. Sp\u00e4ter, vermutet er, hatte Ludwig Liebing 1381 dieses Amt inne und glaubt Wirth korrigieren zu m\u00fcssen, der Liebing zum Vorg\u00e4nger von Merzenicht gemacht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnte daher der Plebanus von Merzenicht der Erbauer des alten Pfarrhauses am historischen Marktplatz in Miltenberg gewesen sein? Das dendrochronologisch bestimmte Baujahr von ca. 1361 und die Lage des Hauses mit dem herrlichen Blick auf die T\u00fcrme der Jakobuskirche sprechen sicher ebenfalls daf\u00fcr, da\u00df hier in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Altaristen der Plebanus oder Pfarrer gewohnt haben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"481\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_2754-scaled-e1594285834546-1024x481.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-626\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_2754-scaled-e1594285834546-1024x481.jpg 1024w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_2754-scaled-e1594285834546-300x141.jpg 300w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_2754-scaled-e1594285834546-768x360.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_2754-scaled-e1594285834546-1536x721.jpg 1536w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_2754-scaled-e1594285834546.jpg 1990w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Vom 15. bis ins 18.  Jahrhundert hatte die Jakobuskirche allerdings im Gegensatz zu heute nur einen spitzen Turm and der NO-Ecke des Kirchenschiffes, also der dem Marktplatz zugewandten Seite, wie auf der Federzeichnung von Wenzel Hollar (anno 1636) zu sehen ist. Diese Zeichnung war 10 Jahre sp\u00e4ter die Vorlage f\u00fcr den bekannteren Kupferstich von Matth\u00e4us Merian. Die Kirche selbst entstand bereits im 13. Jahrhundert. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts (nach Michael Joseph Wirth erst 1506 oder sogar anno 1556) wurde der gr\u00f6\u00dfere dreischiffige Bau errichtet, der mindestens bis 1783, als die Kirche f\u00fcr bauf\u00e4llig erkl\u00e4rt wurde, unver\u00e4ndert blieb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"578\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar-1024x578.jpg\" alt=\"\" data-id=\"861\" data-full-url=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/miltenburg-wenzelhollar\/\" class=\"wp-image-861\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar-1536x867.jpg 1536w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Miltenburg-WenzelHollar.jpg 1623w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"512\" height=\"433\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Ausschnitt-Wenzel-Hollar.jpg\" alt=\"\" data-id=\"858\" data-full-url=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Ausschnitt-Wenzel-Hollar.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/geschichte-des-buergerhauses-am-schnatterloch\/ausschnitt-wenzel-hollar\/\" class=\"wp-image-858\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Ausschnitt-Wenzel-Hollar.jpg 512w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Ausschnitt-Wenzel-Hollar-300x254.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\"><em>Ansicht von Miltenberg. Federzeichnung von Wenzel Hollar (1636) \u00a9Trustees of the British Museum.<\/em><br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Haus selbst gibt es zwei Hinweise zum seinem Alter. Zum einen ziert die Ostecke des Hauses ein Wappenschild mit den Initialen NF und der Jahreszahl 1530. Vermutlich wurde damals bei einem Umbau das untere Stockwerk in Stein ausgef\u00fchrt, obwohl dies erst 90 Jahre sp\u00e4ter (1620) eine st\u00e4dtische Bauordnung zwingend vorschreibt. Die Initialen sollen von dem damaligen Stadtrat Nikolaus Funtschelin stammen, m\u00f6glicher Weise ein Verwandter des &#8222;zum Schwert&#8220;-Wirtes Johannes Funtschelin (ca. 1509). Eine weitere Jahreszahl, n\u00e4mlich 1558, befindet sich \u00fcber dem Eingang zum oberen Gew\u00f6lbekeller. Vermutlich wurde also erst 28 Jahre sp\u00e4ter der Keller hinter dem Haus gegraben und mit der Eingangshalle verbunden. K\u00f6nnte dies ein Hinweis darauf sein, da\u00df schon zum damaligen Zeitpunkt der Keller unter dem Haus einen anderen Besitzer hatte? <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/P1000569-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"379\" data-link=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/\/index.php\/geschichte-des-buergerhauses-am-schnatterloch\/p1000569\/\" class=\"wp-image-379\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/P1000569-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/P1000569-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/P1000569-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/P1000569-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/P1000569-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Wappen an der Ostecke<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_6419-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"724\" data-full-url=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_6419-rotated.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/geschichte-des-buergerhauses-am-schnatterloch\/img_6419\/\" class=\"wp-image-724\" srcset=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_6419-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_6419-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_6419-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_6419-rotated.jpg 1512w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Jahreszahl \u00fcber dem Kellereingang<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Aus der Voruntersuchung wissen wir, da\u00df von 1618 bis 48 der Messerschmied Hans Heinrich Oettinger Besitzer des Hauses war. Das \u201eH\u00e4uslein\u201c ist erstmals im Lagerbuch von 1646 erw\u00e4hnt. 1752 wurde Franz Bartel Ripperger neuer Besitzer. Weitere Besitzwechsel folgten, darunter war auch der Schlossbesitzer Archivar Habel.<\/p>\n\n\n\n<p>Erste Abbildungen lassen sich auf Zeichnungen von Carl Gottlieb Horstig (1763*-1835\u2020), einem ehemaligen Besitzer der Mildenburg, und dem Kunstmaler Franz Leinecker (1825*-1917\u2020), sowie auf einer Lithographie, angefertigt nach einem Aquarell der britischen Botanikerin Am\u00e9lia Matilda Murray (1795*-1884\u2020), finden. Auf der Lithographie kann man links noch die am 14. Sept. 1848 abgebrannten Gastst\u00e4tten &#8222;zum Schwert&#8220; und &#8222;Stern&#8220; sehen. Auf der Zeichnung von C. H. Horstig ist eines dieser H\u00e4user sogar durch ein Wirtshausschild, verziert mit einem Stern, gekennzeichnet. <\/p>\n\n\n\n<p>Erste Fotographien gibt es erst aus den Jahren nach dem 1. Weltkrieg. Im 19. Jahrhundert verlangte der Brandschutz besonders in gr\u00f6\u00dferen Orten einen Verputz der Fachwerkw\u00e4nde. Daher sieht man das Haus auf \u00e4lteren Fotographien stets verputzt und mit einer Sattelgaube. Erst in der Nachkriegszeit mu\u00df dieser Putz wieder entfernt worden sein und m\u00f6glicher Weise das zur Voruntersuchung vorgefundene flachere Dach mit Schleppgaube errichtet worden sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignnormal\"><div id=\"metaslider-id-371\" style=\"width: 100%;\" class=\"ml-slider-3-108-0 metaslider metaslider-flex metaslider-371 ml-slider has-dots-nav ms-theme-default\" role=\"region\" aria-label=\"Geschichtliches\" data-height=\"1000\" data-width=\"1400\">\n    <div id=\"metaslider_container_371\">\n        <div id=\"metaslider_371\">\n            <ul class='slides'>\n                <li style=\"display: block; width: 100%;\" class=\"slide-372 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2020-06-26 09:49:00\" data-filename=\"C.G.Horstig-Marktplatz-Miltenberg-e1593097211884-1337x955.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/C.G.Horstig-Marktplatz-Miltenberg-e1593097211884-1337x955.jpg\" height=\"1000\" width=\"1400\" alt=\"\" class=\"slider-371 slide-372 msDefaultImage\" title=\"C.G.Horstig Marktplatz Miltenberg\" \/><div class=\"caption-wrap\"><div class=\"caption\">\u00c4lteste Ansicht des Miltenberger Marktplatzes. Zeichnung von Carl Gottlieb Horstig (1820\/30)<\/div><\/div><\/li>\n                <li style=\"display: none; width: 100%;\" class=\"slide-375 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2020-06-26 09:53:33\" data-filename=\"Amelia-Matilda-Murray-Marktplatz-Miltenberg-scaled-e1593158677671-1400x1000.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Amelia-Matilda-Murray-Marktplatz-Miltenberg-scaled-e1593158677671-1400x1000.jpg\" height=\"1000\" width=\"1400\" alt=\"\" class=\"slider-371 slide-375 msDefaultImage\" title=\"Amelia Matilda Murray Marktplatz Miltenberg\" \/><div class=\"caption-wrap\"><div class=\"caption\">Der Marktplatz in Miltenberg am Main. Lithographie nach einem Aquarell von Am\u00e9lia Matilda Murray (1848)<\/div><\/div><\/li>\n                <li style=\"display: none; width: 100%;\" class=\"slide-376 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2020-06-26 09:53:33\" data-filename=\"Franz-Leinecker-Marktplatz-Miltenberg-scaled-e1593158614946-1400x1000.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Franz-Leinecker-Marktplatz-Miltenberg-scaled-e1593158614946-1400x1000.jpg\" height=\"1000\" width=\"1400\" alt=\"\" class=\"slider-371 slide-376 msDefaultImage\" title=\"Franz Leinecker Marktplatz Miltenberg\" \/><div class=\"caption-wrap\"><div class=\"caption\">Der Marktplatz in Miltenberg am Main. Zeichnung von Franz Leinecker (1842\/46)<\/div><\/div><\/li>\n                <li style=\"display: none; width: 100%;\" class=\"slide-527 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2020-06-29 10:42:49\" data-filename=\"100_001-e1593421143676-897x641.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/100_001-e1593421143676-897x641.jpg\" height=\"1000\" width=\"1400\" alt=\"\" class=\"slider-371 slide-527 msDefaultImage\" title=\"100_001\" \/><div class=\"caption-wrap\"><div class=\"caption\">Blick vom Burgweg auf den historischen Marktplatz<\/div><\/div><\/li>\n                <li style=\"display: none; width: 100%;\" class=\"slide-531 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2020-06-29 10:42:49\" data-filename=\"mil-schnatterloch1300-1199x857.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/mil-schnatterloch1300-1199x857.jpg\" height=\"1000\" width=\"1400\" alt=\"\" class=\"slider-371 slide-531 msDefaultImage\" title=\"mil-schnatterloch1300\" \/><div class=\"caption-wrap\"><div class=\"caption\">Miltenberger Marktplatz zwischen den Weltkriegen<\/div><\/div><\/li>\n            <\/ul>\n        <\/div>\n        \n    <\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Im Staatsarchiv W\u00fcrzburg findet sich als \u00e4ltester Eintrag, da\u00df Heinrich Holl seinem Sohn Heinrich Jakob Holl am 26. Dez. 1848 unter anderem 7 qm des Flurst\u00fccks 323 mit Keller und Anbau neben dem Wohnhaus N\u00b0 356 \u00fcbergibt. Am 30. M\u00e4rz 1861 kauft Heinrich Jakob Holl noch 7 qm von der Witwe Regina des Georg Sebollmer dazu. Am 20. M\u00e4rz 1882 verkauft er dann von diesen 14 qm wieder 8 qm an den damaligen Besitzer des Hauses N\u00b0 356 und besitzt dann nur noch den Keller unter dem Haus und den Kellerabgang. Eine zur damaligen Zeit durchaus g\u00e4ngige Praxis f\u00fcr die Bewohner Miltenbergs, die ein Haus im \u00dcberflutungsgebiet des Mains hatten. Man versuchte einen Lagerraum zu bekommen oder zu behalten, der nicht durch \u00dcberschwemmung gef\u00e4hrdet war. Leider konnte bis jetzt nicht gekl\u00e4rt werden, wann der Keller unter dem Denkmal verkauft wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 16. April 1887 verkauft Karl Hillebrand das Haus N\u00b0 356 nebst Holzremise, Kelterhaus und Viehstall an Franz Brunn, nach dessen Familienname das Haus in Miltenberg bekannt ist. In der Familie Brunn verblieb es dann bis in die heutige Zeit. Seit Dezember 2014 ist dieses Geb\u00e4ude im Besitz der neuen Eigent\u00fcmer. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Keller unter dem Haus geh\u00f6rte damals einer Erbengemeinschaft aus sechs Personen, von denen nur noch eine Erbin den M\u00e4dchennamen Holl tr\u00e4gt. Die neuen Eigent\u00fcmer konnten im Mai 2017 den Keller und die 6 qm des Flurst\u00fccks 323, auf denen sich der Kellerabgang befindet, von dieser Erbengemeinschaft zur\u00fcck erwerben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dendrochronologische Untersuchungen aus dem Jahre 1984 angefertigt vom B\u00fcro Tisje f\u00fcr Frau Theresia Brunn an mehreren Holzbalken mit eine deutlich sichtbaren Waldkante ergaben als Datum der F\u00e4llung das Jahr 1360. Diese Jahreszahl konnte in der Voruntersuchung durch weitere Proben best\u00e4tigt werden. Da bekannt ist, da\u00df damals H\u00f6lzer f\u00fcr den Hausbau mindestens ein Jahr trocknen mu\u00dften, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/geschichte-des-buergerhauses-am-schnatterloch\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGeschichte des B\u00fcrgerhauses\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-370","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=370"}],"version-history":[{"count":79,"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1108,"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/370\/revisions\/1108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schnatterloch-miltenberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}